Unternehmerinnen vor den Vorhang geholt

Gunskirchen. Wo drückt die Unternehmer der Schuh?, Was sind ihre Ziele und Herausforderungen und mehr stand bei der sehr kurzweiligen Talkrunde mit vier Gunskirchner Unternehmerinnen und Abg. z. NR Dr. Angelika Winzig im Mittelpunkt. Durch das Programm führte Maria Rotschopf (Obfrau „Frau in der Wirtschaft“ im Bezirk Wels-Land).

Maria Rotschopf (4.v.re.) und KommR Franz Ziegelbäck (1.v.li.) luden zu „DIE WIRTSCHAFT GIBT GAS“. Margaretha Staudinger (v.li.), Christine Rührlinger, Dr. Angelika Winzig, Susanne Scheinecker und Silvia Kronlachner talkten frei von der Leber weg.

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Die Talkrunde brachte sehr kurzweilig interessante Einblicke in die verschiedensten Branchen

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Die Männer lauschten gespannt, was die Unternehmerinnen zu berichten hatten

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Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorwärts kommen
Zu Beginn holte sie die Gastgeberin Susanne Scheinecker vor den Vorhang. Sie ist Chefin von 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Autohaus Scheinecker hat drei Standorte (Gunskirchen, Vöcklamarkt und Regau). „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größte Kapital“, betonte Susanne Scheinecker. „Viele von ihnen sind schon etliche Jahre, oft sogar Jahrzehnte, bei uns im Betrieb.“ Derzeit bildet das Unternehmen elf Lehrling aus.

Margaretha Staudinger gab interessante Einblicke in die Bestattungsbranche. Sie führt gemeinsam mit ihrer Schwester Ulrike die Bestattung Grünzweig in Stadl-Paura. Ihre Memoiren würde sie mit „Wann darf gestorben werden“ betiteln, wobei sie dabei nicht nur das Thema Arbeitszeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meinte. „Es wird nicht nur während der Wochentage von 8:00 bis 17:00 Uhr gestorben“, sagte sie direkt. Darüber hinaus gibt es auch seitens der Angehörigen oft skurrile Erwartungshaltungen.

Mit Christine Rührlinger kam eine Hochzeitsexpertin zu Wort. Sie ist Chefin des österreichweit führenden Braut- und Festmodenausstatters „Hänsel & Gretel“ aus Gunskirchen, mit 47 Mitarbeiterinnen. „Die Unternehmer drängen die Mitarbeiterinnen nicht in die Teilzeit. Ich hätte mir schon oft gewünscht, dass manche Mitarbeiterinnen 38,5 Wochenstunden arbeiten. Allerdings wollen sie und müssen nicht. Gutes Personal, in meinem Bereich vor allem auch qualifizierte Schneiderinnen zu finden, ist wirklich eine Kunst“, erklärt Christine Rührlinger. Doch die umtriebige Kleiderexpertin schafft es immer wieder, mit neuen Ideen den Takt in der Branche vorzugeben.

In einer technischen Branche ist Silvia Kronlachner aus Gunskirchen tätig. Die „Unternehmerin des Jahres“ im Bereich Start-Ups gründete vor Mitte 2015 mit ihrem Mann Christian die „Leckortungsprofis – KSC GmbH“  – wiederum in Gunskirchen.  „Wir machen alles, was mit großen Wasserverlusten zu tun hat wie etwa bei Kraftwerken oder auch in Skigebieten.“ Bei den Beschneiungsanlagen sind sie österreichweit unterwegs, für andere Bereiche bereits weltweit. Mit der auf Satelliten basierten Leckortung erreicht das Unternehmen eine Trefferquote von knapp 87 %.

Dr. Angelika Winzig ist seit 20 Jahren selbstständig. Sie ist neben ihrer Tätigkeit als Abgeordnete zum Nationalrat geschäftsführende Gesellschafterin der Pulverbeschichtungs- und Farbenkonfektionierungsfirma Powder Tech Dr. Winzig GmbH in Attnang-Puchheim. Sie plauderte ein bisschen aus dem „parlamentarischen Nähkästchen“. Als neuerliche Kandidatin bei der bevorstehenden Nationalratswahl stellte sie die wichtigsten Vorhaben vor, die die neue Volkspartei für die Wirtschaft und den Standort hat. Bezirksparteiobmann Ing. Klaus Lindinger, BSc ist nach Dr. Angelika Winzig übrigens zweiter Kandidat auf der Wahlkreisliste Hausruckviertel. Maria Rotschopf steht auf Platz 15 im Wahlkreis.

Wirtschaftsbund Bezirksobmann KommR Franz Ziegelbäck sprach den für die Region so wichtigen vierspurigen Ausbau der B1 aus. Weiters appellierte er an alle Anwesenden, am 15. Oktober wählen zu gehen.



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