Resch & Frisch investiert in Gunskirchen

Das Bäckereiunternehmen Resch & Frisch hat 2016 das beste Jahr in seiner Geschichte hingelegt - dank des gut laufenden Tourismus und des Wachstums im Ausland. Resch & Frisch will "bis nach Rom" expandieren

Josef Resch

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Das Hotel Sacher in Wien, der Stanglwirt in Going, das Strandlokal Buhne 16 auf Sylt und die Brauerei Forst in Südtirol: Alle diese Betriebe werden vom Welser Bäckereibetrieb Resch & Frisch beliefert. Das Familienunternehmen steigerte den Umsatz im Vorjahr von 120,3 auf 130,2 Millionen Euro. Vom „besten Jahr in der Firmengeschichte“ sprach Eigentümer und Geschäftsführer Josef Resch. Wachstumstreiber waren der gut laufende Tourismus, die Hauszustellung und das Auslands-Geschäft. Derzeit beträgt der Exportanteil von Resch & Frisch knapp 40 Prozent. In zehn Jahren sollen es 60 sein. In der norditalienischen Gastronomie ist Resch & Frisch präsent. „Wir wollen bis nach Rom kommen“, sagte er. Auch Deutschland und die Schweiz zählen neben Österreich zu den Kernländern. Sieben weitere europäische Märkte sind gerade im Aufbau. So wurde etwa eine Niederlassung in Belgien errichtet. Expandieren will das Welser Unternehmen bald auch in ferne Länder wie China, Indien und Iran. Es geht um die Lieferung von Know-how. Ein Geschäft mit einem Betreiber von 4000 Hotels in China stehe kurz vor dem Abschluss, heißt es.

25 Millionen Euro Investitionen

Die drei Geschäftsbereiche von Resch & Frisch sind Belieferung der Gastronomie (50 Prozent des Umsatzes), Hauszustellung für Private (30) und Einzelhandel mit Filialen und Cafés (20). Alle haben 2016 laut Resch zugelegt. Die Gastro-Schiene mit 16 Vertriebseinheiten und 17.000 Kunden in Europa leitet seit zwei Monaten Sohn Georg Resch. Bei der Hauszustellung sind es 170.000 Kunden in Österreich und Deutschland, im Einzelhandel 23 Standorte in Oberösterreich, 13 in Salzburg und zehn mobile Filialen.
Heuer investiert Resch & Frisch 25 Millionen Euro in neue Produktionsbereiche und ein Besucherzentrum in Gunskirchen. Am Stammsitz in Wels liegt der Fokus auf Büros und Forschung. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vorjahr von 1490 auf 1550. Rund 1000 davon sind in Oberösterreich beschäftigt.

Kein Backaldrin-Kornspitz mehr
Die Philosophie, Produkte „mit Mehrwert“ anzubieten, habe sich bewährt, sagte Resch. Dazu zählt Gebäck aus alten Sorten, für Zöliakie-Patienten oder mit alternativen Zutaten wie roten Rüben oder Linsen.
Vom Backmittelerzeuger Backaldrin kauft Resch keine Kornspitz-Mischung mehr, obwohl dessen Chef Peter Augendopler Reschs Cousin ist. „Er sagt mir nicht, was drinnen ist“, so Resch. Hintergrund: Der Markenschutz für Kornspitz ist in Österreich gefallen. Die Welser erzeugen nun ihre eigene Kornspitz-Mischung.

OÖ-Nachrichten : 14. Februar 2017

Wirtschaftsbund Gunskirchen



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